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BIS im Unternehmenskontext – Business Case & Einflussfaktoren

Überblick

Bevor ein BIS eingeführt wird, müssen die Bedürfnisse des Unternehmens sowie interne und externe Vorgaben verstanden und dokumentiert werden. Der Business Case legitimiert das Vorhaben durch eine strukturierte Kosten-Nutzen-Analyse. Interne und externe Einflussfaktoren bestimmen, welche Anforderungen ein BIS erfüllen muss.

Relevanz: Vorgehen beschreiben können (Business Case, Einflussfaktoren benennen); interne vs. externe Einflussfaktoren unterscheiden; klassisches vs. agiles Projektmanagement vergleichen; Stakeholderanalyse und Influence-Interest-Matrix lesen können.

Kernkonzepte
  • Business Case: Strukturiertes Dokument zur Legitimierung einer BIS-Investition. Es beschreibt das Problem/die Chance, den erwarteten Nutzen (quantitativ & qualitativ), die Kosten, Risiken und Alternativen. Ziel: verbesserte Entscheidungsfindung und effiziente Ressourcenallokation.
  • Interne Einflussfaktoren: Faktoren innerhalb des Unternehmens, die Anforderungen an ein BIS stellen: Unternehmensstrategie, Geschäftsprozesse, Organisationsstruktur, bestehende IT-Systeme, Budget und Personal.
  • Externe Einflussfaktoren (PESTEL): Faktoren ausserhalb des Unternehmens: Political (politische), Economic (wirtschaftliche), Social (sozio-kulturelle), Technological (technologische), Environmental (ökologisch-geografische) und Legal (rechtliche) Faktoren. Ein konkreter Faktor kann mehrere Bereiche betreffen.
  • Stakeholderanalyse: Identifikation aller relevanten Interessensgruppen (Personen, die ein BIS beeinflussen oder von ihm beeinflusst werden). Festgehalten mit Name, Rolle/Bezug und Ziel/Erwartung.
  • Influence-Interest-Matrix: Vierfeldmatrix zur Klassifizierung von Stakeholdern nach ihrem Einfluss (Influence) und Interesse (Interest) am Projekt; leitet die Kommunikationsstrategie ab.
  • Klassisches Projektmanagement (Wasserfall): Lineares Vorgehen durch festgelegte Phasen (Anforderungsanalyse, Design, Implementierung, Test, Einsatz, Wartung). Klare Struktur, umfangreiche Dokumentation, gut für Projekte mit unveränderlichen Anforderungen. Mangelnde Flexibilität bei Änderungen.
  • Agiles Projektmanagement: Iteratives Vorgehen in Sprints; schnelle Anpassung an sich ändernde Bedürfnisse; enge Zusammenarbeit mit Stakeholdern; regelmässiges Feedback. Basis: Agiles Manifest.
Fachwörter & Glossar
  • Business CaseStrukturiertes Dokument zur wirtschaftlichen Rechtfertigung einer BIS-Investition durch Kosten-Nutzen-Analyse, Risikoabwägung und Alternativenbeschreibung.
  • PESTEL-AnalyseAnalysemethode zur Identifikation externer Einflussfaktoren (Political, Economic, Social, Technological, Environmental, Legal) auf ein Unternehmen bzw. ein BIS.
  • StakeholderAlle Personen oder Gruppen, die ein Interesse an einem BIS haben oder von diesem beeinflusst werden (intern wie extern).
  • Influence-Interest-MatrixVierfeldmatrix zur Priorisierung und Kommunikationsstrategie gegenüber Stakeholdern nach Einfluss und Interesse.
  • Wasserfall-ModellKlassisches, lineares Projektvorgehensmodell mit festgelegten aufeinanderfolgenden Phasen.
  • Agiles ManifestGrundlagendokument des agilen Projektmanagements mit vier Werten und zwölf Prinzipien; priorisiert u.a. funktionierende Software über umfangreiche Dokumentation.
  • SprintZeitlich begrenzter Zyklus (z.B. 2 Wochen) im agilen Vorgehen, in dem ein Inkrement lauffähiger Software erstellt wird.
  • EffizienzpotentialIm Kontext des Moduls: der identifizierte Bereich, in dem ein BIS die Unternehmensleistung messbar steigern kann; Ausgangspunkt des Business Case. ---