ERP-Systeme sind die meistverbreitete Art von BIS. Sie integrieren alle betriebswirtschaftlichen Prozesse in einer modularen Softwarelösung mit einer zentralen Datenbank. Dieses Thema behandelt Definition, Entstehung, Modulaufbau sowie Kernkonzepte wie Customizing und Systemmigration.
Relevanz: Definition von ERP kennen und erklären können; ERP-Module und deren Zusammenhang mit Geschäftsprozessen beschreiben; Customizing vs. Individualsoftware abgrenzen; SAP-Navigation ist NICHT prüfungsrelevant (Kurs 3.2 ausgenommen).
ERPEnterprise Resource Planning; modular aufgebaute, integrierte betriebswirtschaftliche Software mit zentraler Datenbank zur Unterstützung aller Unternehmensprozesse.Zentrale DatenbankKernelement eines ERP; alle Unternehmensdaten werden redundanzfrei in einer einzigen Datenbank gespeichert, sodass alle Module auf denselben Datenbestand zugreifen.RedundanzfreiheitJedes Datenelement wird nur einmal gespeichert, um Inkonsistenzen und doppelte Datenhaltung zu vermeiden.CustomizingAnpassung von Standardsoftware durch Konfiguration/Parametrisierung ohne Änderung des Quellcodes; erhält die Release-Fähigkeit des Systems.Release-FähigkeitEigenschaft von Standardsoftware, problemlos mit neuen Versionen des Anbieters aktualisiert werden zu können.Best of SuiteERP-Strategie, bei der alle Unternehmensbereiche mit Lösungen eines einzigen Anbieters abgedeckt werden.Best of BreedERP-Strategie, bei der für jeden Unternehmensbereich die jeweils beste Speziallösung gewählt und integriert wird.SystemmigrationGesteuerter Übergang von einem Alt- zu einem Neusystem, inkl. Datenmigration und Change Management.Change ManagementOrganisatorische und kommunikative Massnahmen zur Begleitung von Systemveränderungen, um Widerstände zu minimieren und Akzeptanz zu fördern. ---