Dieses Thema behandelt die physikalischen und technischen Grundlagen der Bilderfassung, von der Blendenöffnung über Bildsensoren bis hin zu aktiven 3D-Sensoren. Es legt das Fundament für das Verständnis, wie Kameras die Realität als digitale Daten abbilden.
Relevanz: Prüfungsrelevant sind konzeptionelle Erklärungen und die Abgrenzung der Sensor-Typen mit ihren Vor- und Nachteilen sowie typischen Anwendungen. Keine Detail-Formeln erforderlich.
Blendenöffnung (Aperture)Öffnung des Objektivs, die bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor fällt; beeinflusst Helligkeit und Tiefenschärfe.Tiefenschärfe (Depth of Field)Der Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt, der scharf abgebildet wird; wird durch die Blende gesteuert.Bayer-SensorBildsensor mit einem RGGB-Farbfiltermuster, bei dem jedes Pixel nur eine einzige Farbe (R, G oder B) misst.Demosaicing (Debayering)Algorithmus zur Interpolation der fehlenden Farbwerte auf einem Bayer-Sensor aus den Werten benachbarter Pixel.CCD (Charge Coupled Device)Bildsensor-Technologie, bei der gesammelte Ladungen zeilenweise zu einem zentralen Analog-Digital-Konverter weitergereicht werden.CMOS (Complementary Metal-Oxide Semiconductor)Bildsensor-Technologie, bei der jedes Pixel eine eigene Verstärker- und Ausleseschaltung besitzt; heute dominierender Standard.LiDAR (Light Detection and Ranging)Aktiver 3D-Sensor, der Laserpulse aussendet und deren Laufzeit misst, um präzise Distanz- und Punktwolkendaten zu erzeugen.Time-of-Flight (ToF)Aktives Sensorprinzip, das die Laufzeit von ausgesendetem (Infrarot-)Licht misst, um pro Pixel eine Tiefeninfo zu berechnen (z.B. iPhone LiDAR, Face ID).Structured LightAktives 3D-Verfahren, das ein bekanntes Lichtmuster auf die Szene projiziert und dessen Verformung auswertet, um Tiefe zu berechnen (z.B. Kinect v1, Industriescanner).RADARAktiver Sensor, der Radiowellen aussendet; robust gegenüber Wetter und Dunkelheit, typisch in der Fahrzeugumfelderkennung. ---